Neue Wege für Wirtschaft und Verkehr

Es ist deutlich wahrnehmbar; immer mehr LKW fahren durch die Stadt, verstopfen unsere Straßen und stehen nachts in den Wohngebieten. Wer zu bestimmten Tageszeiten aus dem Westen in die Innenstadt möchte, muss mitunter mehr als eine halbe Stunde Zeit einplanen, weil die Staus so lang sind. Wenn zudem auf der A2 mal wieder Stau ist, kommt der Verkehr ganz zum Erliegen.
Dies ist das Ergebnis einer Wirtschaftspolitik der letzten Jahre und Jahrzehnte, die einseitig war und auch nicht mit einer entsprechenden Verkehrspolitik hinterlegt wurde. Die Stadt setzte auf die Ansiedlung von Logistikunternehmen, ohne aber die notwendigen Anbindungen zu den Autobahnen zu bauen. Dabei hatte beispielsweise die SPD in Ihrem Wahlprogramm 2011 versprochen: „Wir fördern einen guten Branchenmix und werden deshalb die weitere Ansiedelung von Logistikunternehmen nicht forcieren“.
Genau das Gegenteil war und ist der Fall,  wie z.B. die neuen Bauten von DHL und Schenker beweisen.
Leider hat die aktuelle Ratsmehrheit nicht aus ihren Fehlern gelernt. Gerade wieder wurde das nächste Gewerbegebiet am Armslohweg in Godshorn beschlossen, ohne dass zuvor Maßnahmen ergriffen und umgesetzt wurden, um die Auswirkungen auf den Verkehr aufzufangen.
Mit etwas „gesundem Menschenverstand“ hätte man schon vor Jahren leicht darauf kommen können, dass Straßen und Radwege grundsätzlich geplant und gebaut werden müssen, bevor neue Bau- und Gewerbegebiete entstehen.  Nachträglich geht fast nichts mehr.
Wie dieses Beispiel deutlich zeigt, gibt es bis heute keine zukunftsweisende Verkehrsplanung in Langenhagen. Dies wollen wir ändern, damit wir nicht im Verkehr ersticken.
Langfristig und umfassend planen ist auch wichtig für unsere Unternehmen. Sie vertrauen darauf, dass Steuergelder auch angemessen in die Verkehrsinfrastruktur fließen.
Unter Ex-Bürgermeister Fischer und der Rot/Grünen Ratsmehrheit wurden die Gelder für den Erhalt und Neubau unserer Straßen immer weiter reduziert, offenbar in der Hoffnung, dass Sparmaßnahmen hier erst später auffallen.
Das Ergebnis dieser kurzsichtigen Politik sehen wir heute. Viele Straßen sind mittlerweile so marode, dass eine neue Teerdecke nicht mehr ausreicht und eine Grundsanierung erforderlich ist. Das ist sehr teuer und bedeutet lange Bauzeiten mit Lärm und Behinderungen für die Bürgerinnen und Bürger.
Wir wollen das ändern, in dem wir die Verwaltung auffordern, einen detaillierten Straßen- und Radwegezustandskataster zu erstellen. Damit wird eine vorbeugende Instandhaltung ermöglicht. Das ist langfristig gesehen viel billiger und besser als das Stückwerk der vergangenen Jahre.