In seiner Sitzung vom 15. Mai hat der Rat der Stadt Langenhagen mit knapper Mehrheit (21 zu 18 Stimmen) die endgültige Schließung des Bads in Godshorn beschlossen. Die BBL hatte sich zusammen mit Teilen der CDU und der WG-AfL in den vergangenen Monaten für eine gute Lösung für den Weiterbetrieb des Bads stark gemacht.  Leider wurde dieses Konzept nun geschlossen durch SPD und Grüne sowie die Fraktionsspitze der CDU und Bürgermeister Heuer abgelehnt.

Dem Rat lagen am 15. Mai insbesondere ein gutes Konzept des Betreibers des Bads in Godshorn vor, das den Weiterbetrieb des Freibads für einen jährlichen Zuschuss von nur 150.000 Euro ermöglicht hätte. Im Vergleich zu Investitionen i.H.v. 27 Millionen Euro und einem Betriebskostenzuschuss von jährlich knapp 2 Millionen Euro für das neue Hallenbad an der Rennbahn war dies ein Angebot mit einem enorm guten Kosten-Nutzen-Verhältnis.

Die BBL bedauert die Entscheidung des Rats und hält sie für falsch. Denn für relativ wenig Geld hätten Langenhagenerinnen und Langenhagener weiter Ihr geliebtes Freibad nutzen können.

Auch wenn das neue Bad an der Rennbahn sicher sehr schön wird, ist es mit seinem winzigen Außenbecken (120m2) im wesentlichen ein Hallenbad und damit kein Ersatz für Godshorn. Im übrigen wird Langenhagen nun ab September ganz ohne Schwimmbad sein, denn ein finaler Eröffnungstermin für das Bad an der Rennbahn steht noch nicht fest.

 

 

 

 

 

 

Pressemitteilung der BBL vom 28. August

Nachdem es durch Rat und Verwaltung über Jahre hinweg vernachlässigt wurde, steht das Hallenfreibad in Godshorn vor größten finanziellen Schwierigkeiten.

Um eine drohende Schließung abzuwenden, muss der Bürgermeister sofort einschreiten und durch maßvolle finanzielle Unterstützung das Weiterbestehen des Bads ermöglichen. Während der  Bau des  mindestens 27 Millionen Euro teuren neuen Hallenbads an der Pferderennbahn nur mit Verzögerung vorangeht, darf es sich Langenhagen nicht erlauben, womöglich ganz ohne ein Schwimmbad dazustehen.

Dazu Dr. Jens Mommsen, Fraktionsvorsitzender der BBL im Rat der Stadt: „Wer in den vergangenen Tagen einmal das schöne Freibad besucht hat, konnte  am überlaufenen Parkplatz unlängst feststellen, wie beliebt es ist. Ich empfinde es als befremdlich, wenn in diesem Zusammenhang der Wunsch nach Erhalt des Bads von Ratsherr und Ortsbürgermeister Godshorns, Willi Minne (SPD), als Populismus im Wahlkampf dargestellt wird.“

Die BBL setzt sich nicht nur für den unmittelbaren Weiterbetrieb des Hallenfreibads ein. Auch nach der Eröffnung des neuen Hallenbads an der Pferderennbahn muss eine gute Lösung für den Weiterbetrieb des Freibads in Godshorn gefunden werden.

„Die von Herrn Minne gestellte Frage, was denn ein Freibad einbringe, geht doch ganz offensichtlich an dem Willen der Langenhagener Bürgerinnen und Bürger vorbei. Natürlich muss – und kann - für den Erhalt das benötigte Geld gefunden werden. Die BBL schlägt hierzu das Braunschweiger Modell vor, bei dem erfolgreich ein Investor für ein vor Schließung stehendes Bad gefunden wurde. Wir werden den Bürgermeister gern bei dieser Aufgabe unterstützen“, so Timo Schubert, Stellvertretener Vorsitzender des BBL e.V. und Ratskandidat für Godshorn, Engelbostel und Schulenburg.